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Zeig mir deine Uhr und ich sag dir, wie spät es ist! PDF Drucken E-Mail
28. September 2006

Sinnlose Worte im hilflosen Schwinden der Existenz erzählen von heute. Doch was wird die Zukunft bringen. Ein ständiges Kommen und Gehen verfolgt uns in jedem Lebensabschnitt, von der Geburt bis zum Tod. Jedes Mal freut man sich aufs neue, wenn der Inhalt sich zu trennen beginnt.
Auf dem Bett liegend, mit einem Buch auf dem Schoß und dem Stift in der Hand beginne ich das Unbekannte wahrzunehmen, als einen neuen Teil meiner selbst. Ständig gequält von entsetzenden und einsamen Gedanken verfluche ich manchmal den Tag meiner Geburt.
Genauso verflucht vom Glück und mit Pech geladenen Rücken flüchte ich immer wieder in den nächsten Morgen. Unwissend was mich erwartet, so wagte ich den Sprung hinein in mein Leben, das sich nun im Nebel der Verdammnis an einen Baum klammert, aus Angst vor einem neuen Tag.
Das Ende wartet bereits irgendwo in der Ferne oder ist es vielleicht schon ganz nah – zum Anfassen nah? Ich weiß es nicht!
Das sanfte und leise Ticken der Uhr lässt meine Vorstellungskraft ausdehnen, tausende Gedanken flitzen durch meines Kopfes Inneren, doch keinen einzigen kann ich festhalten. Liegt es an deren Flüchtigkeit oder daran, dass ich müde bin. Von einen Moment auf den anderen ist mein Kopf plötzlich vollkommen leer.



Aber nur für einen Moment. „NICK, NICK, NICK“ fällt mir da auf einmal ein und ich überdenke, wieso ich mich auf ein Spielchen eingelassen habe, von dem mir alle abgeraten hatten. Doch bald bemerke ich die Unwichtigkeit dabei, so war es doch schon vergangen und unwiderruflich.
<<Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist>>
(Johann Strauß - Die Fledermaus)

Nun ja, was übrig bleibt bin ich und meine Gedanken, die wie Blitze durch mein Gehirn rasen, meist ihr Ziel verfehlen, aber so ab und an gelangen manche dieser elektrischen Impulse an ihren Bestimmungsort. Genau diese bringen mich zum Überlegen. Je mehr ich überlege, desto mehr frage ich mich was wohl Bäume erzählen würden, wenn sie sprechen könnten? Würden sie dabei weinen oder gar lachen? Aber würde es eigentlich jemanden interessieren was so ein „Schrankspender“ zu sagen hat.?
Die Welt spricht bereits eine eindeutige Sprache, nur leider versteht diese niemand.
Im Laufe der Zeit stoße ich auf die Wurzel meiner Belastbarkeit, auf den Ursprung meines tiefsten Inneren. Gut so !

2000/23/1 by Schitzu

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Letzte Aktualisierung ( 28. September 2006 )
 
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